Biometrische Merkmale

Passiv
Fingerabdruck
Hautwiderstand
Handvenenverlauf
Handgeometrie
Fingergeometrie
Nagelbett
Iris
Retina
Ohrgeometrie
Gesichtsmerkmale
Körpermaße
Körpergeruch
DNA

Aktiv
Stimme
Lippenbewegung
Mimik
Unterschrift
Tippverhalten
Sitzverhalten
Gangverhalten

Körpermaße

Vorteile:

Nachteile:

Fakten:

Allgemein

Körpermaße als Hilfsmittel zur systematischen Identifikation sind bereits vor Jahrhunderten eingesetzt worden und werden auch als das Uhrgestein der Identifikation bezeichnet. Es gibt bereits Berichte aus dem Jahr 1563 über die Aufnahme von Hand- und Fußabdrücken, portugiesischen Entdecker.

Als Hauptmethode zur Identifizierung dienten sie ab 1879 mit Schaffung der systematischen Anthropometrie durch den französischen Kriminalsten Alphonse Bertillon. Bertillon fand heraus, dass sich die meisten Körpermaße des Menschen nach dem 20. Lebensjahr nicht mehr veränderten, und entwickelte ein System zur exakten Messung von 11 spezifischen Körpermaßen und deren Archivierung in einem Karteikartensystem.

Die 11 Körpermaße sind:

Die Technik wurde schon relativ früh in Anlehnung an Ihren Urheber als Bertillonage bezeichnet. Sie war die erste wissenschaftliche Identifizierungsmethode und so wird Alphonse Bertillon heute noch als „Vater der wissenschaftlichen Kriminalistik“ bezeichnet. Mithilfe seiner Methode konnte bis 1905, alleine die Pariser Polizei insgesamt 12.614 rückfällige Straftäter identifizieren.

Trotz exakter Abnahme der Maße war das Risiko einer Verwechselung gegeben. So bemerkte man, dass bereits bei zwei direkt hintereinander ausgeführten Messungen, deutliche Unterschiede durch Ungenauigkeiten gegeben waren.

Bis heute findet sich als „Erbe“ der Bertillonage in Ausweisdokumenten die Körpergröße, als einfach und relativ exakt prüfbares anthropometrisches Merkmal. Dieses System war somit auch der vorfahre der Daktyloskopie, die deutlich unkomplizierter und eindeutiger ist.

Auch im kriminalpolizeilichen Erkennungsdienst finden sich noch einige Referenzen auf die Bertillonage, so bildeten die von Bertillon unterschiedenen Gesichts- und Nasenformen zum Teil die Basis, für die Schaffung von Phantombildern.