Biometrische Merkmale

Passiv
Fingerabdruck
Hautwiderstand
Handvenenverlauf
Handgeometrie
Fingergeometrie
Nagelbett
Iris
Retina
Ohrgeometrie
Gesichtsmerkmale
Körpermaße
Körpergeruch
DNA

Aktiv
Stimme
Lippenbewegung
Mimik
Unterschrift
Tippverhalten
Sitzverhalten
Gangverhalten

Gangverhalten

Vorteile:

Nachteile:

Fakten:

Allgemein

Ohne den Bewegungsapparat, zu dem das Skelett mit allen Knochen, Gelenken, Sehnen und Bändern sowie Muskeln gehören, wären dem Menschen keinerlei Bewegungen möglich. Beim Gehen erzeugen verschiedene Körperteile wie z. B. die Beine, die Kniegelenke, die Arme und die Ellbogen durch ihre Bewegung bestimmte, sich wiederholende Muster.

Einer der jüngsten Forschungszweige in der Biometrie ist die so genannte Gangerkennung. Sie basiert auf der relativ neuen Erkenntnis, dass jeder Mensch eine relativ spezifische Gangart besitzt, an der er unter Zuhilfenahme anthropometrischer Maße wie Beinlänge und Bein Form nahezu eindeutig erkannt werden kann.

Die Gangerkennung als biometrisches Erkennungsverfahren bietet großes Potenzial, so könnte man mit ihr möglicherweise Individuen vollautomatisiert und ohne Kontakt identifizieren. Es existieren unterschiedliche Methoden zur Gangerkennung. Sie variieren in der Auswahl der Merkmale und der Art der Auswertung der Merkmale.

Ein Beispiel wäre über eine Kamera denkbar. Hierbei werden statischen Maße, wie die Länge des Unterschenkels, in Zusammenhang mit der Art der Bewegung ausgewertet.

Andererseits versucht man auch, mit Drucksensoren ausgestatteten Fußmatten, Gangmerkmale der darüber laufenden Person aufzuzeichnen und so eine Identifikation durchzuführen. In einer ca. drei bis vier Meter langen Matte sind Hunderte von Drucksensoren angebracht.

Diese zeichnen Einzel-Merkmale des Gangs einer Person auf. Solche Einzelmerkmale sind u. a.: Bei den bisher durchgeführten Laborversuchen konnten unter idealen Bedingungen ca. 80 bis maximal 95 % der Personen anhand ihres Ganges korrekt erkannt werden. Darüber hinaus bieten diese Methoden auch noch die Möglichkeit nicht nur Individuen, sondern auch spezifisches Verhalten zu erkennen, zum Beispiel eine selbstmordgefährdete Person, die in Begriff ist, sich vor einen Zug zu werfen, anhand Ihrer Bewegung auf dem Bahnsteig. Ein Verstecken der Identität durch Bewegung oder Untertauchen in einer Menschenmasse ist nicht möglich.

Letztendliches Ziel ist es, Individuen über eine Distanz von über 100 Metern unabhängig vom Wetter oder den Lichtverhältnissen zu erkennen, zu klassifizieren und zu identifizieren.

Praktische Anwendung

Matten-Systeme zur Gang-Erkennung sind bereits auf dem Markt. Der Einsatz von Matten-Systeme z. B. an Flughäfen, am Boden unterhalb des Metalldetektors, zur Identifikation berechtigter Personen