Biometrische Merkmale

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Die Fingergeometrie

Vorteile:

Nachteile:

Fakten:

Allgemein

Die Identifizierung mittels Fingergeometrie beruht auf einem Vergleich einer per Kamera ermittelten Fingeraufnahme mit bereits in einer Datenbank gespeicherten Referenzmustern.

Die Merkmale der Fingergeometrie sind denen der Handgeometrie sehr ähnlich. Wie bei der Handgeometrie werden Messungen in den Dimensionen Länge, Höhe, Breite und Krümmung durchgeführt. Allerdings wird sich hier nur auf die Messung der Finger bezogen.

In der Fingergeometrie wird zwischen Ein-Finger-, Zwei-Finger- und Drei-Finger-Verfahren unterschieden:

Beim Ein-Finger-Verfahren wird im Allgemeinen der Zeigefinger verwendet.

Bei Zwei-Finger-Verfahren werden Zeige- und Mittelfinger verwendet. Soll noch ein dritter Finger gemessen werden, wird üblicherweise der Daumen genommen.

Praktisch Anwendung

Für die Erkennung müssen die Finger auf der Scanner Fläche positioniert werden. Bei den meisten Verfahren werden Stifte zur besseren Fixierung der Finger auf der Scanner Fläche eingesetzt. Dann werden durch Kameras dreidimensionale Bilder aufgenommen. Aus diesen Bildern werden die relevanten Merkmale in Höhe, Breite, Länge und Krümmung der Finger erfasst und extrahiert. Die bei der Extraktion gewonnenen Daten werden als Referenzmuster (Template) gespeichert.

Für die Erstanmeldung müssen mehrere Aufnahmen gemacht werden, aus denen das Referenzmuster für die Datenbank extrahiert wird.
Das Verfahren der Fingergeometrie entspricht en etwa dem Verfahren für Handgeometrie.

Bei der Identifikation durch Fingergeometrie wird nur ein geringes Datenvolumen benötigt. Die Fingergeometrie ist eine ideale Ergänzung zu den Verfahren Fingerabdruck und Handgeometrie. Es bestehen auch gute Kombinationsmöglichkeiten mit anderen biometrischen Verfahren. Haupteinsatzgebiet der Fingergeometrie ist die Zugangskontrolle zu Räumen und Gebäuden sowie die Zeiterfassung.
Probleme entstehen nur durch Schmuck, der vor der Benutzung abgelegt werden muss. Leider fehlen bisher Erfahrungen für den Einsatz der Fingergeometrie in größeren Anwendergruppen.

Im Bereich der Fingergeometrie gibt es inzwischen einige Anwendungen. Ein System von Biomet wurde in über 2.000 italienischen Postämtern installiert, um einen sicheren Mitarbeiterzugang zu gewährleisten.
Ein anderes Pilotprojekt in diesem Bereich wurde im Londoner Gatwick Airport gestartet. Dort wurde zur schnelleren Einreiseabfertigung ein System installiert. Im Disney Park werden biometrischen Systeme eingesetzt, um die Weitergabe von Zugangsberechtigungen (z. B. Monatspässe etc.) an Dritte zu verhindern. Nicht alle Projekte kamen über das Stadium des Pilotprojekts hinaus.